Am vergangenen Samstag fanden unter der Leitung des stellvertretenden Bezirksvorstandes Wolfgang Körber und der Aufsicht des Oberschiedsrichters Andreas Spieles die alljährlichen Relegationsspiele im Breisgau statt. In gewohnt souveräner und abgeklärter Art und Weise bewirtete der heimische FC Kollnau in der Georg-Schindler-Halle und bot somit den optimalen Rahmen für die mit Spannung erwarteten Duelle.

Im Waldkircher Ortsteil wurden dabei die Aufeinandertreffen ausgetragen, die zum Aufstieg in die Landesliga, Bezirksklasse und die Kreisklasse A berechtigen. Im Umkehrschluss galt es natürlich für einige Teams den Klassenverbleib in den jeweiligen Ligen zu sichern.

Los ging es am Vormittag um 10 Uhr, hier standen drei Partien an. Der TTSV Kenzingen II bekam es als Zweiter der Bezirksliga Breisgau mit dem Zweiten der Bezirksliga Oberrhein, dem TTC Hasel, zu tun. Es sollte sich ein eng umkämpftes Spiel entwickeln, das hin und her wogte. Nachdem die Männer vom Oberrhein 4:2 führten dachten viele an eine gewisse Tendenz, die sich abzeichne, doch die Kenzinger bissen sich erfolgreich zurück in das Match. Nervenstark ließ die Reserve des Landesligisten nur noch einen Zähler zu und sicherte sich das zweite Spiel.

Vor allem die Qualität im fünften Satz den Sack zuzumachen entschied den Vergleich. Von sieben Duellen über die volle Distanz konnten sechs auf die eigene Seite gezogen werden und so überraschte es auch nicht, dass trotz einem 9:5 Erfolg lediglich ein Satz mehr gewonnen wurde. Jörg Schäfer war bei diesem Sieg mit drei gewonnen Spielen (1x Doppel/ 2x Einzel) einer der Garanten des Coups.

Nebenan bekam es der TTC Forchheim mit dem TTC Borussia Grißheim II zu tun. Beide Mannschaften erreichten in ihren jeweiligen A-Klassen den zweiten Rang. Dabei gelangen den Forchheimern der Traumstart aus den Doppeln und die Grundlage für einen so nicht für möglich gehaltenen deutlichen Sieg. Lediglich im hinteren Paarkreuz musste man die beiden Spiele abgeben und feierte einen sehr deutlichen 9:2 Erfolg. Insbesondere die Brüder Dienst, Jens & Jan, erwischten einen guten Auftakt in den Tag und sicherten mit je zwei Erfolgen das zweite „Endspiel“.

Da der SV Waldkirch II verzichtete, hatte die SB Sonnland Freiburg III das Ticket für das entscheidende Spiel zum Aufstieg in die Kreisklasse A gegen den TTC Nimburg II bereits gelöst. Der TTC Bahlingen II und der TV Pfaffenweiler II mussten dabei schon morgens ran um sich jenes Match gegen die SV BW Wiehre-Freiburg II zu erspielen. Die Kaiserstühler wehrten sich dabei nach Kräften und ließen sich auch von einem 1:5 Zwischenstand nicht entmutigen. Doch schlussendlich setzte sich der Konkurrent aus dem Schneckendorf verdientermaßen durch und feierte einen 9:4 Sieg. Christian Dierenbach war dabei an drei Punkten beteiligt.

Nach einer kurzen Pause ging es ab 14 Uhr in die zweite Runde. Nach drei Spielen am Vormittag war nun das volle Programm mit vier Aufeinandertreffen geboten. Fest stand hierbei, dass ein möglicher Aufstieg des TTSV Kenzingen II weitreichende Auswirkungen haben sollte. So war klar, dass auch der Verlierer aus dem Spiel TTC Forchheim  vs. TV Denzlingen II kommende Runde in der Bezirksklasse aufschlagen wird. Inwieweit sich diese Konstellation auf die Verlierer zur Kreisklasse A auswirkt, steht jedoch noch in den Sternen.

Eng und spannend ging es dabei zwischen dem SB Sonnland Freiburg III und dem TTC Nimburg II zu. Obwohl nur drei Duelle in den fünften Satz gingen, stand am Ende das Schlussdoppel und ein 8:8. Dabei sprachen jedoch die Sätze für die Sonnländer und so feierten die Freiburger den Aufstieg. Für die Nimburger, die nach einem Jahr aus der Kreisklasse A sportlich wieder abgestiegen sind, geht nun das Hoffen und Bangen los. Mit Markus Neukirch war der Spitzenspieler der Sonnländer nicht zu bezwingen und an sämtlichen vier möglichen Zähler war er beteiligt. Nervenstark sicherte er im Schlussdoppel an der Seite von Roland Diers den Weg nach oben.

Deutlicher war es parallel beim Spiel der SV BW Wiehre-Freiburg gegen den TV Pfaffenweiler II. Das klassenhöhere Team setzte sich hierbei deutlich mit 9:3 in der Endabrechnung durch. Nur zwei Einzel gingen hierbei verloren und machten deutlich, dass es nur einen Sieger geben kann. Roland Singer, mit zwei Siegen in den Einzeln und einem im Doppel, war gemeinsam mit Christoph Bauer der Matchwinner. Für die Unterlegenen gilt es nun auch abzuwarten, ob nicht doch noch am grünen Tisch der Aufstieg gelingt.

Dass mit Spannung erwartete Spiel um die Landesliga wurde zwischen dem SV Nollingen und dem TTSV Kenzingen II ausgetragen. Nachdem das Match in der erwartenden Art und Weise zu Beginn ausgeglichen verlief, legten die Kenzinger enorm zu. Mit Oliver Grass konnte sich nur ein Nollinger erfolgreich wehren, was an diesem Nachmittag bei weitem nicht reichen sollte. Das ausgeglichen und stark besetzte Team der Kenzinger fegte wie ein Sturm über den Konkurrent hinweg und sicherte sich in grandioser Manier den Aufstieg in die Landesliga. Somit stehen sich kommende Runde zwei Teams des TTSV in dieser Liga gegenüber. Ein toller Erfolg für den Verein, der 2018/19 sicherlich für Furore sorgten dürfte. Otmar Schwarz, Hans Breier, Thomas Kempf, Jörg Schäfer, Roland Bergbach und Johannes Stubert sind die Namen des großen Erfolgs.

Somit war die Partie zwischen den Forchheimern und dem Achten der Bezirksklasse, dem TV Denzlingen II, nicht mehr von großer Bedeutung. Während dem Spiel wussten beide Teams, dass man in der kommenden Runde in der Bezirksklasse erneut die Schläger kreuzen wird. Dennoch blieb der Ehrgeiz geweckt und es entwickelte sich unter etwas anderen Voraussetzungen ein spannender Vergleich. Voller Selbstvertrauen starteten die Außenseiter aus Forchheim in die ersten Spiele. Umkämpfte Spiele vor zahlreichen Zuschauern machten Werbung für den Sport und standesgemäß ging es auch bis in das Schlussdoppel. Hier blieben die Denzlinger siegreich und konnten sich den prestigeträchtigen 9:7 Erfolg sichern. Doch auch auf der Gegenseite war die Freude natürlich überschwänglich, da nach zweijähriger Durststrecke die Rückkehr in die Bezirksklasse glückte.

Neben den Beteiligten der eigenen involvierten Klubs waren auch zahlreiche Interessierte in der Halle um die Spiele zu verfolgen. Wieder einmal machte sich die Relegation an einem Standort bezahlt und sorgte für eine tolle Atmosphäre, die mit tollem Sport garniert wurde.

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